01.07.2010 - Zufriedene Stadt
Zufriedene Stadt
Seit mehr als 30 Jahren ist die Stadt Luzern Kundin der Wärchbrogg: Für alle Abstimmungen und Wahlen lässt sie die Unterlagen für die Stimmberechtigten in der Wärchbrogg in die Kuverts verpacken – zur vollen Zufriedenheit, wie Beat Murer, Leiter Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern, im Interview erklärt.
Warum hat die Stadt seinerzeit den Auftrag für das Verpacken der Unterlagen für Wahlen und Abstimmungen an die Wärchbrogg vergeben?
Beat Murer: Genau weiss ich es nicht, weil ich die Leitung Wahlen und Abstimmungen im Rahmen der Bevölkerungsdienste der Stadt Luzern erst 1993 übernommen habe. Aber für mich war damals klar, dass es sinnvoll ist, die Zusammenarbeit mit der Wärchbrogg fortzuführen. Früher gab es offenbar einmal Überlegungen, den Auftrag an eine Firma mit einer Verpackungsstrasse zu vergeben. Aber die Vorteile einer Zusammenarbeit mit der Wärchbrogg überwogen.
Welches sind die Vorteile?
Zum einen haben die Abstimmungsunterlagen unterschiedliche Formate, so dass sich eine manuelle Verpackung besser eignet als eine maschinelle. Zum andern ist es ein Auftrag, der maximal vier Mal im Jahr und zu ganz bestimmten Daten ausgeführt werden muss. Und zum dritten braucht es eine hohe Zuverlässigkeit, und die haben wir bei der Wärchbrogg.
Wie sind die einzelnen Schritte bis zum Kuvert, das die Stimmberechtigten jeweils im Briefkasten haben?
Zunächst braucht es eine genaue Planung sowohl auf unserer Seite wie auch auf der Seite der Wärchbrogg. Die Daten der Urnengänge sind jeweils bereits für das Folgejahr bekannt. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass das Abstimmungsmaterial in der vierten Woche vor dem Urnengang bei den Stimmberechtigten eintreffen muss.
Je nachdem, ob gleichzeitig Vorlagen des Bundes, des Kantons und der Stadt zur Abstimmung gelangen, werden die Unterlagen von unterschiedlichen Stellen an die Wärchbrogg geliefert. Wir von der Stadt sind unter anderem zuständig für die Stimmrechtsausweise, die Kuverts kommen von einer Druckerei.
Für den Urnengang vom 7. März 2010 zum Beispiel hatten die Mitarbeitenden der Wärchbrogg in jedes Kuvert neun einzelne Drucksachen einzupacken. Das ist sehr anspruchsvoll und braucht grosse Konzentration.
Um wie viele Kuverts handelte es sich am 7. März, dem ersten Urnengang seit der Fusion mit Littau?
Es waren rund 51500 Kuverts, das heisst, insgesamt wurden in der Wärchbrogg etwa 464000 einzelne Drucksachen eingepackt, und das innerhalb einer Woche.

Kontrolliert jemand die Vollständigkeit der Unterlagen in den Kuverts?
Die Qualitätskontrolle ist eine Spezialität der Wärchbrogg. Jedes Kuvert wird gewogen. Abweichungen beim Gewicht weisen auf Fehler hin. Mit diesem System haben wir die Garantie, dass wir kaum je Anfragen haben zur Nachlieferung von Abstimmungsunterlagen.
Kann man also die Stadt als zufriedene Kundin der Wärchbrogg bezeichnen?
Ja, wir sind sehr zufrieden. Die Wärchbrogg ist eine zuverlässige Partnerin. Ganz abgesehen davon, dass es sinnvoll ist, diese soziale Institution mit einem Auftrag der Stadt zu berücksichtigen. (ks)
Beat Murer von der Stadt Luzern zu Besuch in der Wärchbrogg:
«Regelmässig werden hier die Abstimmungsunterlagen verpackt.»
