Porträt

Yara Lagger will überall ihr Bestes ­geben

von Ruedi Rey

Seit August 2018 ergänzt Yara Lagger das Verwaltungsteam der Wärchbrogg. Die 20-Jährige macht eine verkürzte KV-Lehre (Way-up plus). In ihrem Leben spielen das Reisen, das Handballspielen und ihr soziales Umfeld eine wichtige Rolle.

nh. Als sie 2016 die Matura abgeschlossen hatte, war für die Pfaffnauerin klar: ein Zwischenjahr einlegen, bevor sie ihr Biologiestudium anfangen wollte. Sie entschloss sich für einen dreimonatigen Aufenthalt als Volunteer in einem Naturschutzgebiet in Südafrika, um gleichzeitig ihre Englischkenntnisse zu vertiefen. Das sei überwältigend gewesen und sie habe viel über Fauna, Flora und Umwelt gelernt. «Wir waren weit weg von der Zivilisation tätig. In einem internationalen Team haben wir Tiere beobachtet, Strassen ausgebessert, Zäune geflickt und Spielplätze in abgelegenen Dörfern gebaut», erzählt sie. Die Dankbarkeit der Menschen, ihre Mentalität, mit viel Gelassenheit die Tage anzugehen, haben sie beeindruckt.

Zwischen Praxis und Theorie

Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz war sie in der Gastronomie und in der Logistik tätig, bis das Studienjahr in Basel begann. Obwohl sie das Fach Biologie spannend fand, wurde ihr rasch klar, dass ein Studium in dieser Form nicht das Richtige für sie ist. Sie kündigte ihr WG-Zimmer, zog zurück nach Pfaffnau zu Eltern und Bruder und bewarb sich schliesslich bei der Wärchbrogg auf die ausgeschriebene Lehrstelle als Kauffrau. «Studieren möchte ich auf jeden Fall noch, aber eher berufsbegleitend an einer Fachhochschule. Das KV dient mir als Grundlage, darauf kann ich aufbauen», sagt sie motiviert. Ihre Familie ist ihr wichtig und gibt ihr Halt, genauso wie ihre Kolleginnen und Kollegen. Als Ausgleich zu ihrer Arbeit im Büro spielt sie erfolgreich Handball.

Arbeit, Sport und Reisen

Seit fünf Jahren ist sie Flügelspielerin, seit Saisonbeginn 2018 beim Handballclub Emmen in der ersten Liga. «Ich will immer mein Bestes geben – überall. Wir trainieren dreimal pro Woche und haben jeweils einen Match am Wochenende», sagt sie. Beim Sport könne sie sich auspowern. Disziplin, Wille, Einsatz und Teamwork sind gefragt, was wiederum in den Berufsalltag einfliesst. Bei der Wärchbrogg gefällt ihr die Atmosphäre. «Ich habe mich von Beginn weg wohl und willkommen gefühlt und es beeindruckt mich, wie hier gearbeitet wird», sagt sie. Sie sammle wichtige Erfahrungen, auch in Bezug auf die Wahrnehmung von Menschen. Das inspiriert sie, den eigenen Weg zu finden und zu gehen. «Es ist für mich bereichernd, Neues kennen zu lernen», sagt sie. Und eines Tages, das steht für Yara Lagger fest, wird sie ihren Rucksack wieder packen, um weitere Entdeckungsreisen zu unternehmen.

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