Luzerner Rundschau, 21.01.2021

Die Institution Wärchbrogg in Luzern bietet Menschen mit psychischer Beeinträchtigung geschützte Arbeitsplätze. Aufgrund der Corona-Pandemie können aktuell viele Mitarbeitende nicht zur Arbeit gehen – was eine grosse Belastung darstellt.

Luzern Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, die eine IV-Rente beziehen, können in der Institution Wärchbrogg einer geregelten Arbeit nachgehen. Diese geschützten Arbeitsplätze bedeuten nicht nur zusätzliche Einnahmen für die Mitarbeitenden, sondern auch eine wichtige Tagesstruktur und die Eingliederung ins gesellschaftliche Leben. 30 Prozent der Betriebe sind gastronomischer Art – und genau diese Betriebe sind zum Stillstand gezwungen. «Für unsere Mitarbeitenden ist das keine einfache Situation», sagt Geschäftsleiter Norbert Bucheli. «Gerade Menschen mit psychischer Beeinträchtigung brauchen diese Tätigkeit, um einen geregelten Tagesablauf zu haben.»

Bereits im vergangenen Jahr sei es schwierig gewesen. Dann, als die Corona-Pandemie von März bis Juni die Schliessungen der Betriebe erforderte. «Einige unserer Mitarbeitenden sind Risikopatienten und waren froh, zu Hause bleiben zu können. Viele jedoch wollten unbedingt arbeiten und litten unter den fehlenden Tagesstrukturen», so Bucheli.

Umstellung braucht Zeit
Nach dem Lockdown durften die Gastronomiebetriebe wieder öffnen. Jedoch musste sich die Belegschaft auch da wieder neu organisieren. «Wir spürten, dass die Menschen nicht mehr so gerne ins Restaurant gingen. Mittags lief das Geschäft. Doch abends war der Speisesaal leer.» Es brauche Zeit, bis sich die Mitarbeitenden jeweils auf solch neue Situationen einstellen können, erklärt Norbert Bucheli. «Ich habe das auch selbst gemerkt. Wenn sich die Situationen und die Öffnungszeiten immer wieder ändern, muss man sich immer wieder neu orientieren. Das ist gar nicht mal so einfach.»

Quelle: Luzerner Rundschau

Luzerner Rundschau, 22.1.21

Pressemitteilung Luzerner Rundschau 22.1.21

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