Wärchbrogg , Gastronomie , Detailhandel

Was Corona mit sich brachte

Zwischenbericht zu Corona

Wie haben die Mitarbeitenden und die Fachpersonen die aussergewöhnliche Lage mit Corona bis jetzt gemeistert? (Bilder: Jakob Ineichen)

Die Pandemie hat alle Bereiche der Wärchbrogg herausgefordert, aber mit gebündelten Kräften stellt man sich der aussergewöhnlichen Situation.

nh. «Bisher sind wir gut durchgekommen, seit Juli läuft alles unter Sicherheitsmassnahmen fast wie vorher. Glück­licherweise verzeichnen wir auch keinen Corona-Fall», sagt Geschäftsleiter Norbert Bucheli. Aufreibend sei während des Lockdowns vor allem gewesen, laufend zu entscheiden und zu kommunizieren, was in welchem Betrieb neu an Massnahmen und Regeln gelte, und die Mitarbeitenden darauf einzustellen. Von den Agogen, die zweimal wöchentlich die Krankgeschriebenen kontaktierten, über das Küchen- und Serviceteam, das flexibel umstellte auf Take-away, zu den Märkte-Teams, die als Grundversorger für die Kunden im Einsatz waren, bis hin zur Produktion, die durchgehend beschäftigt war, haben sich alle enorm engagiert.

Drei Standbeine – ein Erfolgsrezept
Für Norbert Bucheli zeigt sich in der Krise, dass die Wärchbrogg durch die drei Standbeine Produktion, Restauration, Einkaufsmärkte gut aufgestellt ist. Dabei erwies sich die Produktion als Fels in der Brandung, die Auslastung war hoch. Nur wenige Anfragen wurden storniert und für die Trisa und die Stadt Luzern führte das Team Grossaufträge aus. Trotz Corona mussten diese termingerecht bewältigt werden. Da Bistro und Restaurant geschlossen waren, half man sich bereichsübergreifend aus. Herausfordernd war die Tages­planung, denn viele der beeinträchtigten Mitarbeitenden belastete die Krise und so war stets von Neuem zu prüfen, wer eingesetzt werden konnte. Von den rund 133 Mitarbeitenden fehlte während des Lockdowns bis zu einem Drittel. «Rund 43 Mitarbeitende waren in Kurzarbeit, der Kanton hat uns rasch und unbürokratisch unterstützt», sagt der Geschäftsleiter. Die 40 Fachpersonen waren immer vor Ort und begleiteten die Anwesenden. «Einer der Lichtblicke war, dass wir für die Mit­arbeitenden, die vor Ort waren, weiterhin eine Tagesstruktur anbieten konnten», sagt Norbert Bucheli. Und es gelang, alle Produktionsaufträge fristgerecht auszuführen und die Kunden zufriedenzustellen.

Flexibel, initiativ und mit viel Esprit
Besonders erfreulich ist auch die Umsatzsteigerung – bis zu 20  Prozent – in den Quai4-Märkten. Der Take-away-Betrieb, kurzerhand initiiert, entpuppt sich als Erfolgsgeschichte. Und da auch der Lieferdienst vermehrt gefragt war, lancierte man einen Onlineshop. Im Restaurant kreierte das Team eine neue, informative Karte und widmete sich der Umgestaltung von Restaurant und Terrasse, die dadurch noch einladender und gemütlicher wirken. «Wir wissen nicht, was uns künftig erwartet. Flexibilität ist weiterhin gefordert, aber wir meistern das», sagt Norbert ­Bucheli zuversichtlich.

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